Die SPOBIS Conference gilt als Europas führende Plattform für das Sportbusiness und lockt jedes Jahr die Elite der Branche nach Hamburg. In diesem Jahr versammelten sich über 5000 Teilnehmer im CCH, um über die Zukunft des Sports zu diskutieren. Und mittendrin war ich: Matti, dualer Student beim TSV Schwarzenbek. Wie ich diese zwei intensiven Tage erlebt und welche Erfahrungen ich gesammelt habe, erfährst du in diesem Bericht.
Tag 1: Von Weltmeistern und Vintage Schätzen
Mein erster Tag startete sehr früh. Trotz Schienenersatzverkehr und einer vollen U-Bahn schaffte ich es rechtzeitig zum beeindruckenden Eingangsbereich des CCH. Direkt zu Beginn stand eine Masterclass von Sportfive zum Thema Sportsponsoring auf dem Plan. Es ging um Wirkung statt bloßer Aktivierung – ein Thema, das wir auch im Studium oft behandeln, hier aber mit echtem Praxisbezug vertieft wurde.
Nach einer ersten Erkundung des Messegeländes und der Stände von Branchengrößen wie Sky, dem DFB oder dem Deutschen Handball Bund folgte die offizielle Begrüßung durch SPOBIS CEO Marco Klewenhagen.
Die Highlights des Vormittags:
- Adidas und FC Bayern: CEO Björn Gulden und Jan Christian Dreesen gaben Einblicke in ihre Partnerschaft. Besonders Björn Gulden beeindruckte mich durch seine humorvolle und authentische Art.
- Sportnation Deutschland: Eine hochkarätige Runde mit DFB Präsident Bernd Neuendorf, DOSB Chef Otto Fricke und Hamburger Sportsenator Andy Grote. Schade war nur, dass die Staatsministerin Dr. Christiane Schenderlein fehlte. Dennoch wurde klar: Das Jahr 2026 wird mit den Winterspielen und der Fußball-WM in Amerika richtungsweisend für Deutschland als Top-Sportnation sein.
Ein persönliches Highlight wartete in der Mittagspause. Als großer Fußballfan konnte ich mir die Chance nicht entgehen lassen: Ich traf Weltmeister Sami Khedira im Gang und konnte ein Foto mit ihm ergattern. Wenig später sah ich ihn dann auf der Bühne wieder, wo er gemeinsam mit Andreas Rettig und Markus Krösche über die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Fußballs und neue Nachwuchsligen diskutierte.
Den Tag ließ ich entspannt ausklingen. Erst stöberte ich auf der Vintage Fußballtrikot Börse, wo ich ein Trikot von Celtic Glasgow aus der Saison 05/06 ergatterte. Danach folgte die ATBroski Fußballtalkshow mit Gästen wie Marcel Jansen und Heribert Bruchhagen. Beim Get-together war für mich allerdings um 23 Uhr Schluss, da es am frühen Morgen direkt weiterging.
Tag 2: Formel 1 Technologie und die Planung der Weltmeisterschaft 2026
Der zweite Tag begann mit einer kleinen Verzögerung. Eine lange Schlange an der Garderobe kostete mich den ersten Programmpunkt, was ich mit einem Crêpe Frühstück kompensierte. Danach wurde es technologisch: Das Formel 1 Team von Aston Martin zeigte, wie sie mittels Sensoren messen, wie lange Besucher ein ausgestelltes Auto betrachten – eine spannende Methode, um Sponsoringerfolge messbar zu machen.
Ein weiteres spannendes Panel drehte sich um die FIFA WM 2026. Philip und Tammy Murphy (Host Committee New York/New Jersey) sprachen über die enormen Erwartungen und die Planung für das Turnier in Nordamerika.
Das absolute Highlight war für mich jedoch der Vortrag von Paul Barber von Brighton and Hove Albion. Er präsentierte 25 Schritte zu High Performance. Besonders hängen geblieben ist mir ihre Nachfolgeplanung: Für die Top 10 Positionen im Verein steht bereits fest, wer übernimmt, falls jemand geht. Zudem gibt es dort Bonuszahlungen für alle Mitarbeiter bei Erfolg, nicht nur für die Profis. Ein beeindruckendes Beispiel für Professionalität, die zeigt, dass nichts dem Zufall überlassen wird.
Zum Abschluss gab es noch eine Diskussion über die Spannung zwischen wirtschaftlichem Erfolg und kultureller Identität in der Bundesliga. Obwohl das Thema wichtig ist, wirkte es am Ende der zwei Tage etwas repetitiv. Nach einem letzten FIFA Match auf der Playstation und einem finalen Crêpe trat ich die Heimreise an.
Mein Fazit
Es waren zwei anstrengende und mit Input überladene Tage, aber jede Minute hat sich gelohnt. Ich konnte Themen vertiefen, die mich schon im Studium begleitet haben, und Persönlichkeiten treffen, die ich sonst nur aus dem Fernsehen kenne. Auch wenn das Programm sehr fußballlastig war, nehme ich enorm viel Inspiration für meine Arbeit beim TSV Schwarzenbek mit. Eines steht fest: Nächstes Jahr bin ich wieder dabei!
SPOBIS / picture alliance












